Der Gründer von Aikido fasziniert mich mit seiner Lebensgeschichte

Menschen, die mit ihrer Einzigartigkeit in intensivem Kontakt sind und diese auch noch sinnvoll in die Welt bringen, faszinieren mich. Ueshiba Morihei, der Begründer der modernen japanischen Kampfkunst Aikido, ist solch ein Mensch.

Morihei wird am 14. Dezember 1883 in Tanabe in der japanischen Präfektur Wakayama geboren. Im zarten Alter von sieben Jahren beginnt er unter der Anleitung seines Vaters, konfuzianische und klassisch buddhistische Schriften zu studieren. Die Mittelschule verlässt er ohne Abschluss. Wie intelligent! Er eröffnet einen Schreibwarenhandel für Schulbedarf und meldet sich freiwillig zum Militärdienst. Zurück aus dem russisch-japanischen Krieg beginnt er, verschiedene Kampfkünste zu trainieren. Zudem engagiert er sich in der Lokalpolitik.

Ein Schicksalsschlag folgte auf den anderen

Doch dann kommt Schlag auf Schlag. Das von ihm im Niemandsland aufgebaute Dorf brennt ab. Sein Vater stirbt. Morihei beschließt, sein Leben dem spirituellen Weg zu widmen. Er gründet seine eigene Akademie. Weitere Schicksalsschläge folgen. Zuerst stirbt sein dreijähriger Sohn, kurz darauf dessen einjähriger Bruder. Während Morihei seine Kinder betrauert, kommt es in seinem Umfeld immer wieder zu politischen Unruhen. Seine Antwort auf all das: Er verstärkt seine Suche nach spiritueller Harmonie und wendet sich wieder dem Ackerbau zu.

Aus Moriheis unermüdlichem Weitermachen entsteht das Große, die neue Technik Aikido. Die Geschichte der Prüfungen zieht sich bis an sein Lebensende. Doch niemals gibt er auf. Niemals lässt er in seinem Streben nach spiritueller Harmonie nach.

Der richtige Weg ist nicht unbedingt der einfache

Leider leben wir in einer Gesellschaft, die uns glauben mach will, dass der richtige Weg Hindernisfrei sei. Dabei ist dies einer der größten Irrtümer in der Pseudospirituellen Szene. Denn es sind gerade die realen Hindernisse und Rückschläge, die uns zu reifen Menschen formen.

Allerdings wollen die meisten hilflose Kinder bleiben, die ihre Hände nach einem Retter ausstrecken. Dieser Retter soll tun, was man selbst tun müsste um zu reifen. Und so bleibt es dabei: Alle wollen „Groß-sein“, benehmen sich aber wie kleine Kinder.


Hans Endmaya ist Gründer des
Yi-Sinnhelden-Zentrums und Finder des Yi-8ermodells

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