Dieser Tage war ich auf einer Veranstaltung – wohlgemerkt als Teilnehmer auf der Suche nach Inspiration. Es waren rund 200 Leute im Raum, von denen mich viele nach kurzer Zeit mehr oder minder offen beobachteten. Offensichtlich wurde ich für diese Menschen kurzzeitig zur Inspirationsquelle. Warum war das so?
Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, sind es gewohnt, dass sie die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber warum passiert das jemandem wie mir, der kein allgemein bekannter Promi ist? Ich vermute, es liegt daran, dass ich bedingungslos darum bemüht bin, meine Einzigartigkeit auf jeder möglichen Art und Weise Ausdruck zu geben.
Ästhetik ist ein stimmiges Gesamtkonzept…
Mir wurde ein starkes ästhetisches Empfinden mit auf diese Welt gegeben. Es gehört zweifelsfrei zu meiner Einzigartigkeit. Wenn ich für einen Vortrag eine nüchterne Mehrzweckhalle betrete, kann ich mit wenigen Handgriffen eine behagliche, ästhetisch ansprechende Atmosphäre schaffen.
Letztlich profitiert auch unser Yi-Vitalitätszentrum von meiner Begabung. Mit wenigen Mitteln haben wir eine Umgebung geschaffen, in die Menschen mit all ihren Wünschen und Träumen, aber auch mit ihren Problemen und Ängsten eintauchen können. Hier fühlen sie sich wohl. Hier entsteht Vertrauen und Zuversicht. Hier entwickeln sich körperliche Bewegungen, Gefühlsbewegungen, Gedankenbewegungen und Sinnbewegungen.
Bei Yi sprechen wir von einer vorbereiteten, entspannten Umgebung. Letztlich bedeutet das, dass alle Einrichtungselemente eine klare, ästhetische Sprache sprechen. Unsere Teilnehmer verstehen diese Sprache als Einladung, sich auf ihre eigene Entwicklung einzulassen.
… gekoppelt an das „Warum“
Etwas überspitzt formuliert könnte man sagen, dass auch ich so etwas wie ein ästhetisches Gesamtkunstwerk bin. Das schlägt sich in meinem Gewand, meinen Bewegungen und der Art und Weise wie ich spreche nieder. Alles passt zusammen – und was noch wichtiger ist: Alles ist an das „Warum“ in meinem Leben gekoppelt. Bewegungsästhetik, Sprachästhetik und ein eigener Kleidungsstil fügen sich zu einem stimmigen Ganzen zusammen.
Letztlich muss ich mich durch meinen Stil nirgendwo verkleiden. Ich kann auch in der „Krawattenwelt“ einen Termin wahrnehmen. Dort treffe ich auf Anzugträger in Maßhemden und Maßschuhen. Ich trage dort wie gewohnt ein Leiberl und eine Camouflagehose. Trotzdem werde ich als ästhetisch wahrgenommen.
Genau das wollen wir unseren Teilnehmern vermitteln: Verkleide dich nicht. Tritt auf, wie du bist. Kopple Gewand, Bewegung und Sprache an dein Potenzial und das persönliche „Warum“ deines Lebens. Denn dann wirst du als das wahrgenommen, was du bist: einzigartig!
Hans Endmaya ist Gründer des Yi-Sinnhelden-Zentrums und Finder des Yi-8ermodells